Tips zur Haltung
Klickt auf die Bilder für eine grössere Ansicht!
Mein Stall und die Einrichtung sind komplett Marke Eigenbau. Das einzige
was ich gekauft habe sind: eine Trinkflasche, zwei Futterschüsseln, zwei Laufräder, eine Kloecke.
(Bilder siehe ganz unten)
Beim Einrichtung des Käfigs habe ich darauf geachtet, dass die Mäuse auf jede Ebene und jedes Spielzeug
von mindestens zwei Seiten gelangen (bei mir sind es meistens sogar vier,
Bilder zur Gesamtansicht findet ihr hier).
So können sie immer ausweichen, falls es Streit gibt oder sie können auch jederzeit fliehen, falls sie sich
erschrecken.
Auf dieser Seite gebe ich also ein paar Bau- und Bastelanleitungen. Aber auch Tips zu Einstreu etc.
Einstreu
Als Einstreu verwende ich Sägespäne. Was auch immer wieder gelobt wird ist Hanfeinstreu. Wichtig ist,
dass das Material so wenig wie möglich staubt, da die feinen Mäusenasen sehr empfindlich sind. Auf keinen
Fall sollte man pelletierte Einstreu verwenden, die ist für die kleinen Füsse ungeeignet. Auch Katzenstreu
ist absolut tabu, da hier immer irgendwelche Duftstoffe oder chemische Bindemittel etc. drin sind.
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Nestmaterial
Um das Nest auszupolstern eignet sich unparfümiertes Küchen- oder Klopapier. Ich nehme immer mehrere
Blätter einer Küchenrolle und schneide sie in Streifen von ca. 1x5 cm. Ausserdem sollte immer Heu in
ausreichenden Mengen vorhanden sein. Das wird zum Nestbau verwendet und wird auch gefressen bzw. zernagt. Das ist
sehr wichtig für den Zahnabrieb.
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Mehrere Häuser
Mehrere Häuschen aufzustellen ist ganz wichtig, damit einzelne Tiere auch mal ausweichen können.
Oft werden alle Häuschen parallel "bewohnt", aber nur in einem regelmässig geschlafen. Wenn also mal Streit
aufkommt kann das unterlegene Tier umziehen.
"Häuser" können auch Kokosnüsse, Blumentöpfe oder anderes sein.
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Kokosnüsse
Von der Kokosnuss die Spitze absägen. Das Fleisch so gut es geht herausholen. Die Nuss auskochen, dann löst
sich auch der Rest vom Fruchtfleisch. Anstatt der Spitze kann natürlich auch in der Seite ein Loch gebohrt
werden, aber dann wird es etwas schwerer mit dem ausputzen. Oder eben gleich mehrere Löcher.
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Leitern
Leitern lassen sich in zig Varianten selber bauen.
z.B.:
- Einen jungen Birkenstamm senkrecht in der Mitte teilen. Auf den Innenseiten in einem Abstand von ca. 4 cm
L&uoml;cher bohren. Einen dünnen Haselnussstock in ca. 7 cm lange Stücke schneiden. Diese an den
Enden etwas anspitzen. Die Löer in der Birke mit Holzleim füllen und die Haselstücke reinstecken.
Die zweite Birkenhälfte auf die Haselstöcke stecken. Gut zusammendrücken und mit Schraubzwingen
fixieren. Gut trocknen lassen. Um die Leiter etwas schräg aufzustellen die unteren Enden schräg absägen.
- Einen dünnen Haselnussstock in ca. 7 cm lange Stücke schneiden. An beiden Enden je ein kleines Loch durchbohren.
Die einzelnen Stücke mit Packetschnur verbinden. Dazwischen immer einen Abstand lassen (mit Knoten kann man die
Stücke an Ort und Stelle halten), so dass eine Leiter entsteht.
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Hängebrücke
Für die Hängebrücke habe ich die gleichen Haselnussstöcke verwendet wie für die
Leiter.
Beim Verbinden mit Packetschnur wird hier nur der Abstand weggelassen oder minimiert, wie man möchte.
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Hängematte
Als Hängematte eignet sich ein alter Baumwollsocken ganz ausgezeichnet. Einfach mit Packetschnur an allen
vier Seiten befestigen. Ich habe z.B. noch zusätzlich ein Seil von der Hängematte nach unten zur Birke
(siehe Foto). Solche Kombinationen sind natürlich sehr interessant und immer eine Erkundung wert.
Ausserdem ist es immer wichtig keine Sackgassen zu bauen. Wenn sich zwei Mäuse jagen, sollten sie immer
ausweichen können! Bei mir kann man auf jede Ebene und jedes Spielzeug immer von mindestens zwei Seiten kommen.
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Holzröhren
Holzröhren kann man mit der richtigen Ausrüstung auch selber basteln.
Ein Stück von einem
jungen Birkenstamm wird mit einem Astlochbohrer ausgehöhlt und anschliessend von den Seiten mit mehreren
Löchern versehen.
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Pappröhren
Als Pappröhren sind leere Küchen- und Klopapierrollen bestens geeignet. Der Durchmesser ist genau richtig.
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Röhrensysteme
Beim Basteln von Röhrensystemen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Hier zwei Beispiele:
- Man nehme eine Eierschachtel und schneide oben in der Mitte ein Loch hinein. In dem Loch wird eine Klopapierrolle
befestigt. In die Klopapierrolle in der Seite ein Loch schneiden. Da kommt eine weitere Klopapierrolle hinein. Auf das
Ende wird der längere Teil einer zerschnittenen Küchenrolle gestülpt. Diese so befestigen, dass sie
schräg nach unten verläuft und auf dem Boden endet. Zur Unterstützung der kleinen
Mäusefüsse kann man die schräge Rolle in einem Abstand von einem halben cm einschneiden, so dass eine
"Treppe" entsteht. Aus der schrägen Rolle unten ein Loch ausschneiden, aus dem restlichen Stück der
Küchenrolle ebenfalls. Das Reststück von unten ansetzen. Fertig.
- Mit vier leeren Küchenrollen und einer Klopapierrolle kann man folgendes tun:
In die vier Küchenrollen je zwei Löcher einschneiden. In zwei der Rollen zusätzlich je ein Loch auf
der Seite. Diese beiden Rollen mit der Klopapierrolle verbinden. Die anderen beiden Küchenrollen um 90°C
versetzt unter die Dreierverbindung setzen.
Tip: wenn man die Löcher nicht ganz ausschneidet, sondern so wie in der Skizze einschneidet und umknickt,
kann man die Röhren einfach und lückenlos miteinander verbinden.
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Labyrinth
Aus einer Schachtel lässt sich ganz prima ein Labyrinth basteln:
In den Boden Wände aus Wellpappe einkleben oder -tackern. Hierbei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Im Ziel ein Leckerle verstecken. Den Deckel auf die Schachtel setzen und vorne ein Loch als Eingang herausschneiden.
Man kann z.B. auch noch in jedes Eck ein kleines Loch stanzen und ein Seil durchziehen. Dann kann man das Labyrinth
aufhängen und den Deckel zur Kontrolle trotzdem anheben.
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Eierschachtel
Einfach eine Eierschachtel in die Einstreu stellen. Es ist faszinierend, wie eine einfache Eierschachtel Mäuse
tagelang beschäftigen kann! Meine drei haben immer in null komma nix die Unterseite in Kleinstteile zerlegt und
bauen sich das schönste Nest rein, das selbstverständlich jeden Tag umgestaltet werden muss... :)
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Gipskonstruktionen
Mit Gips, Draht und Bastellaune lässt sich enorm viel anfangen:
- Aus dem Draht die gewünschte Form biegen. Tip: am Besten eignet sich der sechseckige "Hasendraht", der
viereckige lässt sich nicht gut formen.
- Stoffreste in Streifen und Quadrate schneiden. Hier ist mittelgrobe Jute gut geeignet, sie nimmt den Gips super
auf.
- Gips anrühren.
- Stofffetzen im Gips vollsaugen lassen und dann über das Drahtgestell legen. Dabei unbedingt darauf achten,
dass nirgends mehr Draht rausschaut an dem sich ein Tier verletzen könnte!
- Wenn alles ringsum zu ist noch mehr Gips anrühren und eine dicke Schicht auftragen.
- Jetzt kann je nach Wunsch noch gefeilt und geschmiergelt werden.
- Gut trocknen lassen.
- Fertig ist die Burg / Kletterfelsen / Höhle / ...
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Kletterseile
Entweder man nimmt gleich ein dickes Seil (am besten ein Naturseil, kein Polyester oder so, da die Mäuse auch
mal dran knabbern werden) oder man dreht eine Kordel. Das sieht dann auch gleich noch schön aus.
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Futter verstecken
- Das Futter mal in der Einstreu verteilen anstatt in die Futterschüssel zu geben. Das sollte man aber am besten
nur im frisch gereinigten Käfig machen, da die Einstreu schnell verschmutzt wenn die Mäuse überall
hin koten und urinieren.
- Das Futter in eine Pappröhre geben und von beiden Seiten mit Heu oder Küchenpapier verschliessen.
- Einen Maiskolben mitsamt Lischblättern in eine leere Küchenrolle stecken.
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Futter aufhängen
- Kolbenhirse kann man ganz wunderbar durch die oberen Gitterstäbe hängen lassen (mit einer
Wäscheklammer fixieren). Jetzt müssen sich die Mäuschen recken und strecken um ranzukommen!
- Verschiedene Getreidesorten (entweder aus dem Fachhandel oder vor der Ernte einen Landwirt anfragen und das
gute Futter gleich direkt vom Feld holen) können ebenfalls so aufgehängt werden. Hier müssen sich
die Mäuse das Futter regelrecht erkämpfen, da sie die Körner aus der Spelz herausholen müssen.
Manche Getreidesorten haben auch noch Grannen, was es noch interessanter macht. Ich habe z.B. Emmer, Weizen, Gerste,
Roggen und Triticale.
Wenn die Mäuse die Hirse oder das Getreide an einem Tag bunkern, sollte man ein paar Tage warten bevor man
das nächste aufhängt.
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Kork
Kork kann man für teures Geld im Fachhandel erstehen. Ich hatte "Glück":
Es fällt mir sehr schwer Dinge wegzuwerfen - man könnte es ja mal gebrauchen...
In diesem Fall habe ich aus einem Sardinienurlaub vor langer langer Zeit Kork mitgebracht: zwei "Platten" und
eine Röhre. Eine Platte hat der Hamster abgestaubt, die andere habe ich bei den Mäusen schräg an
die Wand gestellt. Darauf turnen sie total gerne rum. Und da Kork so wunderbar griffig ist, kommen sie sogar von
hinten hoch! Das ist ganz toll um mal kurz rüber zu blinzeln und die Lage abzucecken :)
Die Röhre habe ich in zwei Teile gesägt. Der lange Teil kann wunderbar als "Leiter" dienen, wartet
momentan aber noch auf seinen Einsatz. Der kurze Teil hat auf einer Seite zwei Ausgänge. Meine Mausedamen haben
sich dafür entschieden hier ihr Bett einzurichten. In einem Haus wohnen kann ja jeder.
Der Vorteil von Kork ist auch, dass Maus nach Herzenslust daran nagen kann.
Tja und das Zernagen haben meine drei Damen inzwischen zu einer solchen Perfektion gebracht, dass sie Wohl oder
Übel doch in eines der Häuser umziehen mussten!
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Äste
Äste gibt es massenhaft im Wald! Aber ACHTUNG: keine Harz-haltigen Hölzer verwenden!
Gut geeignet sind Buche und Haselnuss. Am Besten Äste mit mehreren Verzweigungen nehmen, da kann man dann so
toll drin rumturnen! Und zum Nagen sind sie ideal.
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Laufrad
Ein Laufrad ist ein unbedingtes Muss für diese aktiven Tiere! Je nach Umfang der Mausebande sind mehrere
Räder notwendig.
Sie sollten aber "Mausgerecht" sein, d.h. das Tier darf sich auf keinen Fall irgendwo einklemmen können. Es gibt
viele verschiedene Räder im Fachhandel, am Besten geeignet ist das Rad von Rodenti. Ein Metalllaufrad (siehe Bild)
ist nicht so gut geeignet, wenn man es einfach auf dem mitgelieferten Fuss aufstellt. Ich habe dieses Problem so
gelöst, dass ich ein Rad über Kopf aufgehängt habe und das andere an der Türe. Das spart auch gleichzeitig viel Platz.
Wichtig ist natürlich auch, dass man das Metalllaufrad mit etwas ummantelt, da die Speichen für
Mäusefüsse viel zu weit auseinander sind. Ich habe hier einen Streifen dünnen Karton verwendet
(ich weiss, sollte ich mal wieder erneuern:))
Das Rad sollte einen Durchmesser von 20 cm haben.
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Ausserdem gekaufte Einrichtungsgegenstände
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